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24.10.2009

BIW lehnen Verkürzung der Wehrpflicht ab

Allgemeine Dienstpflicht als Alternative gefordert
 

BIW lehnen Verkürzung der Wehrpflicht ab

Allgemeine Dienstpflicht als Alternative gefordert

Der Bundesvorstand der bürgerlich-konservativen Wählervereinigung BÜRGER IN WUT (BIW) lehnt die von der neuen schwarz-gelben Koalition geplante Verkürzung des Grundwehrdienstes auf 6 Monate ab. Die BIW wollen anstelle des heutigen Wehr- und Ersatzdienstes eine Allgemeine Dienstpflicht für alle deutschen Staatsbürger ab dem 18. Lebensjahr in Deutschland einführen.

In den laufenden Koalitionsverhandlungen haben sich Union und FDP darauf verständigt, die Wehrdienstzeit von heute 9 auf zukünftig 6 Monate zu verringern. Mit dieser Maßnahme will man dem Problem der Wehrungerechtigkeit beikommen. Derzeit werden etwa 15 Prozent der gemusterten Männer eines Geburtsjahrgangs zum Dienst in der Bundeswehr herangezogen. Ersatzdienst leisten weitere 23 Prozent der männlichen Bevölkerung. Insgesamt müssen also hierzulande nur noch 40 Prozent der Männer und 20 Prozent aller Bürger eine Dienstpflicht ableisten.

Zu den Plänen der designierten schwarz-gelben Bundesregierung meint Jan Timke, Vorsitzender der BÜRGER IN WUT:

Bei einem Grundwehrdienst von nur noch 6 Monaten wird es kaum möglich sein, die Rekruten vernünftig auszubilden. Das ist nicht zu verantworten, auch nicht in Friedenszeiten. Auch Zivildienstleistende, die in Zukunft ebenfalls nur noch 6 Monate zur Verfügung stehen, können in dieser kurzen Zeitspanne nicht auf ihre teilweise anspruchsvollen Aufgaben vorbereitet werden. Die Entscheidung der neuen Koalitionäre ist ein mißlungener Kompromiß zwischen der heutigen Wehrpflicht und einer Freiwilligenarmee, wie die die FDP will.

Um die Wehrgerechtigkeit wiederherzustellen und den für unser Gemeinwesen so wichtigen zivilen Ersatzdienst zu erhalten, fordern die BIW die Einführung einer Allgemeinen Dienstpflicht von maximal 12 Monaten für Männer und Frauen ab dem 18. Lebensjahr. Sie kann entweder bei der Bundeswehr oder bei zivilen Organisationen in den Bereichen Soziales, Umweltschutz, Katastrophen- und Entwicklungshilfe abgeleistet werden. Um die Personalqualität der Streitkräfte zu sichern, soll die Bundeswehr das Recht der Erstauswahl unter den dienstpflichtigen Männern eines Jahrgangs haben.

Der Wehr- und Zivildienst ist die letzte staatsbürgerliche Pflicht, die junge Menschen hierzulande zu erfüllen haben. Davon werden aufgrund der gesunkenen Truppenstärke der Bundeswehr allerdings immer weniger Personen erfaßt. Eine Allgemeine Dienstpflicht, die auf weitere Einsatzbereiche erstreckt wird und Männer wie Frauen gleichermaßen einbezieht, ist die richtige Antwort auf die heutige Wehrungerechtigkeit. Die freiheitliche Demokratie sichert den Bürgern in unserem Land zahlreiche Rechte. Deshalb ist es angemessen, als Gegenleistung auch eine Pflicht einzufordern. Getreu dem berühmten Ausspruch von John F. Kennedy: ‚Fragt nicht, was euer Land für euch tun wird - fragt, was ihr für euer Land tun könnt’“, so Jan Timke abschließend.

Pressemitteilung 09/2009


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