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19.07.2010
Hamburger erteilen Einheitsschule klare Absage
Hamburger erteilen Einheitsschule klare Absage
Jan Timke: "Sieg der bildungspolitischen Vernunft"
Der Bundesvorstand der bürgerlich-konservativen Wählervereinigung BÜRGER IN WUT (BIW) begrüßt den Ausgang des Volksentscheides zur Hamburger Schulreform am vergangenen Sonntag. Mit ihrem Votum haben die Wähler der Einheitsschule und damit neuen Bildungsexperimenten an der Alster eine klare Absage erteilt.
Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis sprach sich eine deutliche Mehrheit von 276.304 Hamburger Bürgern für die Vorlage der Elterninitiative „Wir wollen lernen“ und damit gegen die von der schwarz-grünen Landesregierung geplante Verlängerung der Grundschulzeit von vier auf sechs Jahre aus.
Dazu Jan Timke, Vorsitzender der BIW und Mitglied in der Bildungsdeputation der Bremischen Bürgerschaft:
„Das ‚Nein’ des Hamburger Souveräns gegen die vom Senat beschlossene Primarschule ist ein Sieg der bildungspolitischen Vernunft. Die schönfärberische Floskel vom ‚längeren gemeinsamen Lernen’, mit der CDU und Grüne der Bevölkerung den Weg in die Einheitsschule schmackhaft machen wollten, hat nicht verfangen. Hamburgs Eltern haben erkannt, daß eine verlängerte Grundschulzeit nicht zu mehr Bildungsgerechtigkeit führt, sondern einen signifikanten Verlust von Bildungsqualität und die Verschärfung sozialer Disparitäten zur Folge hat. Solche Bildungsexperimente auf Kosten zukünftiger Generationen können und dürfen wir uns in Deutschland nicht mehr leisten.“
Wer mehr Gerechtigkeit im deutschen Schulsystem will, der muß sich gezielt um Kinder aus bildungsfernen Schichten kümmern. Das erfordert vor allem den Ausbau vorschulischer Bildungsangebote, deren Inanspruchnahme für Kinder mit Sprach- und Entwicklungsdefiziten obligatorisch zu sein hat. Ziel muß es sein, ein Höchstmaß an Startchancengleichheit beim Eintritt in das Bildungssystem herzustellen.
„Das Herumdoktern an Schulstrukturen ist endlich zu beenden. Nicht nur in Hamburg, sondern in ganz Deutschland. Die bewährte gegliederte Schule muß erhalten bleiben, weil sie den unterschiedlichen Fähigkeiten und Begabungen der Kinder am besten gerecht wird. Die Einheitsschule zielt dagegen auf undifferenzierte Gleichmacherei, was nicht nur leistungsfeindlich ist, sondern auch der menschlichen Natur widerspricht. Die meisten Eltern sehen das genauso. Es ist an der Zeit, daß die Parteien in Deutschland aus ihren ideologischen Träumereien erwachen und zu einer rationalen Bildungspolitik zurückfinden“, meint Jan Timke abschließend.
Pressemitteilung 12/2010

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